
Fresko des hl. Franziskus
in der Wiener Minoritenkirche |

Herzog Leopold VI. von Österreich
in der Steyrer Stadtpfarrkirche |

Siegel von
König Ottokar II. Přemysl

Langchor der Minoritenkirche,
KI-gestützte Rekonstruktion

Hochgrab der Blanca von Valois im Langchor,
KI-gestützter Rekonstruktionsversuch

Hochgrab der Isabella von Aragon in der
Ludwigskapelle der Minoritenkirche, KI-gestützter Rekonstruktionsversuch

Marien-Tympanon
über dem Eingang der Ludwigskapelle

Familienmadonna |

"Wimpassinger" Kreuz |

Mittelportal der Westfassade (Bild) der
Minoritenkirche

Rechtes Seitenportal der Westfassade

Minoritenkloster (links) & Kaiserspital (rechts, hervorgehoben) im Jahr 1683

Minoritenplatz, Blick von Norden, Stich von Salomon Kleiner 1724,
mitels KI koloriert,
der Turm der Minoritenkirche trägt eine Turmhaube (Bild)

Erzengel Michael Gemälde von Luca
Giordano |

Heilige Stiege im Langchor |
Überlagerung der Grundrisssituation von
1710 mit heute: Minoritenkloster (blau), Kaiserspital (grün)

Grundriss der Minoritenkirche um 1772
nach Marquard Herrgott
mit Altären und den beiden Hochgräbern |
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Bekannte Widmung von
Altären:
1: Hochaltar (Hl. Kreuz)
2: Hl. Ludwig v. Toulouse
Hl.
Johannes d. Täufer & hl. Ludwig (ab 1599)
Hl.
Erzengel Michael (ab 1698)
3: Hl. Jungfrau Maria / Hl. Nepomuk
4: Hl. Thomas / Hl. Franziskus
5: Hl. Antonius
6: Hl. Kreuz
Die Hochaltar-Widmung der
Minoritenkirche
wechselte bis zum Jahr 1784 mehrmals:
- Hl. Kreuz (bis 1569)
- Hl. Drei Könige & Hl. Leopold (1619-37)
- Hl. Karl Borromäus (1637-52)
- Hl. Drei Könige & Göttl. Kind (1652-1747)
- Hl. Kreuz (1746-1784)
- Hl. Maria Schnee (ab 1786)
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Baugeschichte der Minoritenkirche bis
1784
Das 13. Jh. – Die Erste Bauphase der Minoritenkirche
1224
– Die ersten Minoriten in Österreich
Um 1224 erfolgte die Entsendung von Minoriten-Fratres von Italien nach
Österreich auf Betreiben des Österreichischen Herzogs
Leopold VI.
(1198-1230), der auf dem Rückweg vom Kreuzzug von Damiette (Ägypten) den
hl. Franziskus (1181-1226) kennengelernt hatte und von
dessen Frömmigkeit er tief beeindruckt war.
Die erste urkundliche Erwähnung des Minoriten-Konvents in Wien stammt
aus dem Jahr 1234. Hierfür stellte die Familie Schüttwürfel
ein Grundstück bereit.
1251
– Die erste Minoritenkirche Wiens
Im Jahr 1251 erfolgte die Einweihung der Klosterkapelle
"zum Hl. Kreuz" durch den damaligen Bischof v. Passau,
Berthold von Pietengau-Sigmaringen († 1254). Hierbei
handelte es sich vielleicht um die heute nicht mehr erhaltene
Katharinenkapelle. Die italienische Abstammung der ersten Patres und
Fratres
führte dazu, daß diese Minoritenkirche schon früh als „italienische
Kirche“ bekannt war.
1276
– König Ottokar legt den Grundstein zur heutigen Minoritenkirche
Ein Großbrand in Wien zerstörte 1276 auch weite Teile
des Minoritenklosters, was einen Neubau nötig machte. König
Ottokar II. Přemysl
(1232-1278) von Böhmen legte damals den Grundstein für die
heutige Minoritenkirche.
Außerdem wurde die alte Klosterkapelle umgebaut
und der hl. Katharina von Alexandria geweiht (Katharinenkapelle).
König Ottokar II. Přemysl fiel am 26. August 1278 in der Schlacht bei
Dürnkrut gegen Rudolf von Habsburg (1281-1291), sein
Leichnam wurde im Kapitelhaus des Klosters aufgebahrt, sein Herz in der
Katharinenkapelle beigesetzt. Die Kapelle entwickelte sich im Laufe der
Zeit zur Grablege vieler hoher Würdenträger Österreichs.
1289
– Die erste Bauphase der Minoritenkirche
Das neue Minoritenkloster wurde 1289 durch Baumeister
Hans Schimpffenpfeil fertiggestellt.
Dessen neue Kirche war dem Hl. Kreuz geweiht und verfügte anders als
heute über einen zweischiffigen Langbau
sowie einen daran angeschlossenen einschiffigen
Langchor mit zwei Jochen und 5/10 Abschluss (Grundriss). Langchor und
Langbau waren damals durch einen Lettner getrennt,
wovon noch erhaltene neuzeitliche Wandmalereien, z.B. das im 20. Jh. aus
der Wand herausgelöste und neu aufgestellte neuzeitliche
Franziskus-Fresko (Artikel),
zeugen.
Ablässe erbrachten die finanziellen Mittel für dieses Bauvorhaben; durch
sie ist schriftlich belegt, daß Bautätigkeit und Ausstattung des
Gotteshauses im Laufe dieser ersten Bauphase der Kirche
bis Anfang 1300' liefen.

Erste Bauphase der Minoritenkirche
(Grundriss)
über dem Zustand von 1710 nach Steinhausen
1: Langbau, 2: Langchor, 3: Lettner. 4: Katharinenkapelle |

Erste Bauphase der Minoritenkirche:
Langhaus mit Langchor,
KI-gestützter Rekonstruktionsversuch
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Das 14. Jh. – Die Zweite und dritte Bauphase der Minoritenkirche
1304
– Erster Anlauf zum Bau der Ludwigskapelle
Herzogin Blanca von Valois (1282-1305), Gemahlin des
Herzogs Rudolf III. v. Österreich
(1282-1307) und Tochter des Königs Philipp III. des Kühnen (1245-1285)
von Frankreich verfügte 1304 den Anbau einer Kapelle zu
Ehren Königs Ludwig IX. des Heiligen von Frankreich (1214-1270). Das
hierfür bereitgestellte Vermögen wurde jedoch für den Bau des von Blanca
und ihrem Gatten gestifteten Klarissinnen-Klosters verwendet und Blanca
im Langchor der Minoritenkirche in einem prächtigen Hochgrab
(Bild /
Rekonstruktion)
aus Marmor oder Porphyr mit plastischer Darstellung der Verstorbenen
beigesetzt. Das Monument ist heute verschollen.
Bald darauf im Verlauf des zweiten Jahrzehnts des 14. Jh. wurde
allerdings doch noch eine Ludwigskapelle am nordöstlichen Ende des
Langbaus der Minoritenkirche errichtet. Sie war dem hl. Ludwig,
Bischof von Toulouse (1274-1297) geweiht.
1317
– Weihe der Johanneskapelle
Im Jahr 1317 am 16. Mai erfolgte die Weihe der heute nicht mehr existierenden
Johanneskapelle, einem eigenen an die Kirche angefügten
Baukörper im Westen der Südwand der Kirche, zu Ehren des hl.
Johannes des Täufers, des hl. Evangelisten
Johannes und des hl. Alexius. Die
Kapelle erhielt Später eine Gruft für Angehörige der
Familie von Puchaim, wodurch sie auch als Puchaimische Kapelle bekannt
wurde.
1328
– Die Ludwigskapelle als Eckpunkt der Zweiten Bauphase
Isabella (Elisabeth) von Aragon
(1300-1330), seit 1313 Gemahlin des Österreichischen Herzogs
Friedrichs III. des Schönen (1289-1330), verfügte 1328
testamentarisch vor dem Altar der von ihr erbauten Ludwigskapelle
bestattet zu werden. 1330 wurde sie hier in einem Hochgrab
(Bild /
Rekonstruktion)
beigesetzt.
Die Ludwigskapelle war ein eigener, wahrscheinlich zweijochiger
Baukörper, der im Nordosten des Langbaus der Minoritenkirche im Bereich
der heutigen Antoniuskapelle (Artikel)
an die Kirche angebaut worden war und zählt zur zweiten Bauphase
der Minoritenkirche (Grundriss).
Das Portal (Artikel)
der Kapelle ist heute im Nordeingang der Minoritenkirche erhalten, auf
dessen Tympanon ist die Krönung Mariens durch einen Engel dargestellt;
die Gottesmutter und der Christusknabe werden von Engeln und den beiden
Stiftern verehrt.

Zweite Bauphase der Minoritenkirche: (Grundriss)
1: Langbau, 2: Langchor mit Blankas Grab, 3: Lettner, 4: Katharinenkapelle.
5: Ludwigskapelle mit Isabellas Grab, 6: Johaneskapelle |
Zweite Bauphase der Minoritenkirche:
Anbau der Ludwigskapelle,
KI-gestützter Rekonstruktionsversuch |
1342-1400
– Die Dritte Bauphase der Minoritenkirche
Jakobus Parisiensis, Beichtvater Albrechts
II., war 1342 in Wien mit der Errichtung des neuen
Westportals der Minoritenkirche beschäftigt. Die neue
Westfassade der Kirche (Artikel/Betrachtung)
weist drei Portale
auf, wobei das mittlere mit aufwändigen Gewändefiguren (Bild/Bild)
geschmückt ist und im Tympanon (Bild/Bild)
die Kreuzigung Jesu sowie die beiden Stifter Herzog Albrecht
II. von Österreich (1298-1358) und seine Gattin Johanna
v. Pfirt (1300-1351) dargestellt (Bild/Bild). Der
Tympanon des südlichen Eingangs ist hingegen mit minoritischen Heiligen
versehen (Bild).
Im Zuge der Bautätigkeiten dieser dritten Bauphase
wurde die Ludwigskapelle zu einem dritten
Schiff der Minoritenkirche umgebaut und erweitert (Grundriss). Hierfür
wurde deren südliche Wand entfernt, eine zweite Pfeiler-Reihe errichtet
und die Kirche über die drei Schiffe hinweg neu eingewölbt
(Bild)
und mit einem riesigen Satteldach versehen. Die
Minoritenkirche wurde somit zu einer dreischiffigen
Hallenkirche.
Etwa zwischen 1350 und 1370 sind die beiden ungewöhnlichen
Fensterrosetten (Bild)
der Kirche zu datieren, sowie auch die Errichtung des Turms
der Minoritenkirche. Laienbruder Nicolaus, 1386
verstorben, wird zu jener Zeit als Baumeister der Minoritenkirche
geführt. Man vermutet, daß er es ist, der an der Basis des Turms
dargestellt ist (Bild).
Die Baumaßnahmen zogen
sich bis Anfang 1400' hin, während 1390 bereits die Kirchweihe
stattfinden konnte.
1345
– Stiftung der Familienmadonna
Herzog Albrecht II. von Österreich stiftete 1345 der
Minoritenkirche die heute als Familienmadonna (Artikel)
bekannte farbig gefasste gotische Madonnenstatue mit Kind. Ein gotisches
„A“ auf der Brust der Gottesmutter weist auf den Namen des Stifters hin.
1350
– Das „Wimpassinger Kreuz“ schmückt die Minoritenkirche
Ein der Legende nach in der Donau bei Rossau gefundenes bemaltes
Holzkreuz wurde über dem Hochaltar der Minoritenkirche
montiert, welcher dem Hl. Kreuz gewidmet ist. Da sich dieses prächtige
um 1270/80 in der Tradition toskanisch-umbrischer Triumphkreuze
geschaffene und 7 x 4,6 m große Kreuz im Zeitraum 1784-1939 am Hochaltar
der Pfarrkirche von Wimpassing a. d. Leitha befand, ist es heute als
Wimpassinger Kreuz (Artikel)
bekannt. Als es in der Zeit des Zweiten Weltkriegs nach
Restaurierungsarbeiten im Wiener Stephansdom hing, verbrannte es bei
dessen Brand 1945 vollständig.

Dritte Bauphase der Minoritenkirche: (Grundriss)
1: Langbau, 2: Langchor, 3: Lettner, 4: Katharinenkapelle.
5: drittes Kirchenschiff, 6: Johaneskapelle |
Dritte Bauphase: dreischiffige
Hallenkirche,
KI-gestützter Rekonstruktionsversuch |

Ansicht von Süden, KI-gestützter
Rekonstruktionsversuch |

Ansicht von Osten (KI) |

Ansicht von Westen (KI) |
Das 15. bis 18. Jh. – Die Minoritenkirche und ihr Kloster im Laufe der
Neuzeit.
1451
– Der hl. Johannes Capistran in der Minoritenkirche
Der franziskanische und später heiliggesprochene Geistliche
Johannes Capistranus
(1386-1456) war 1451 als Prediger in der Minoritenkirche tätig. Er wurde
u. A. für seinen Predigt-Einsatz gegen die Türkengefahr bekannt und
gründete das erste Franziskanerkloster Wiens.
1529
– Die Erste Türkenbelagerung und ihre Folgen
Im Zuge der Ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 wurde der Turm
der Minoritenkirche mit seinem damals hoch aufragenden spitzen Dachstuhl
durch Beschuss beschädigt.
Er musste in weiterer Folge noch mehrmals (1623 und 1685) saniert
werden.
1543
– Anbau des Kaiserspitals am Minoritenkloster
1543 erfolgte die Gründung des Spitals „zur hl.
Barmherzigkeit“, des späteren Kaiserspitals,
als Anbau am bestehenden Minoritenkloster. Die Katharinenkapelle wurde
hierbei 1554 als Spitalskirche umgewidmet, wo die Minoriten bis 1564 die
Seelsorge gewährleisteten. 1754 wurde das Hofspital auf den Rennweg
verlegt und 1761 die Katharinenkapelle erneut den Minoriten übertragen,
sie verblieb bis 1774 in deren Eigentum.
1558-1613
– Die Hofbibliothek ist im Minoritenkloster untergebracht
Ein Trakt des Minoritenklosters beherbergte 1558-1613 die Kaiserliche
Hofbibliothek.
1569-1620
– Die Minoritenkirche wird von den Protestanten genutzt
Das Langhaus der Minoritenkirche wurde 1569-1613 von den Wiener
Protestanten übernommen und für ihre Gottesdienste verwendet, die Altäre
entblößt und das "Wimpassinger" Kreuz an die Wand der Johanneskapelle
verlegt. Den Minoriten verblieb für ihre Hl. Messen und Gebete lediglich
die Katharinenkapelle, der Langchor der Minoritenkirche und die
Johanneskapelle.
1620-1784
– Neue Widmungen des Hochaltares der Minoritenkirche
Das Patrozinium des Hochaltars der Minoritenkirche wurde im Laufe dieser
Zeitperiode viermal gewechselt. 1620-1637 – Widmung zu Ehren der
hl. drei Könige und des hl. Leopold. 1637-1652 – Widmung zu
Ehren des hl. Karl Borromäus. 1652-1747 – Widmung zu
Ehren des von den hl. drei Königen angebeteten Kindes.
1747-1784 – Erneute Widmung des
Hochaltars der Minoritenkirche zu Ehren des Hl. Kreuzes.
1683
– Die Zweite Türkenbelagerung und ihre Folgen
Im Jahr 1683 kam es im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung zu
starken Beschädigungen der Minoritenkirche und
des Turms, die der Kirche im Volksmund den Beinamen „Kirche mit dem
abgeschossenen Turm“ einbrachten. Während der Belagerung wurde der
Turm als Aussichtsplattform verwendet um die Bewegungen
des osmanischen Militärs in den Schützengräben vor den Basteien der
Hofburg zu beobachten und im Zuge dessen wurde er von den Türken
beschossen.
Bruder Adrian realisierte eine neue
Turmbekrönung, die als Dach-Haube
mit einem spitzen Aufsatz geformt war (Bild). 1761 musste diese „welsche Haube“
jedoch aufgrund der Einsturzgefahr des Turms wieder entfernt und durch
das heute sichtbare Flachdach ersetzt werden.
1697
– Die Heilige Stiege der Minoritenkirche und Luca Giordanos
Engelsturz
Gräfin Stratmann stiftete 1697 die Errichtung einer
Heiligen Stiege
(Bild) im Langchor
der Minoritenkirche, sie verfügte über zwei Altäre und
wurde vom Wiener Fürstbischof Ernest Graf von Trautson
geweiht. Die hl. Stiege blieb hier bis1784 erhalten.
Der auf Grund der durch die Türkenbelagerung erfolgten Schäden erneuerte
Altar der ehemaligen Ludwigskapelle wurde 1698 mit jenem berühmten
prächtigen Gemälde des Luca Giordano (1634-1705)
geschmückt, das den Hl. Erzengel Michael (Artikel) beim Sturz Satans zeigt
und heute im Kunsthistorischen Museum ausgestellt ist.
1705
– Christina Rieglerin, die stigmatisierte Jungfrau der
Minoritenkirche
Im Jahr 1705 erfolgte die Beisetzung der tugendhaften Jungfrau
Christina Rieglerin
(1648-1705), die wegen ihrer über viele Jahre hinweg aufgeopferten
Leiden und ihres wundertätigen Gebetes – für die sie auch besonders in
der Zweiten Türkenbelagerung hoch angesehen war – verehrt wurde und die,
wie ihr Biograph P. Germanus Plume SJ berichtet, 1695 die Stigmata
empfing. (Artikel)
Sie ruht heute in der Hoyos-Gruft der Minoritenkirche, die sich im
Bereich der Antoniuskapelle (Artikel)
befindet, sie ist die einzige heute nicht zugeschüttete Gruft dieser
Kirche.
1783
– Der Minoritenorden wird in die Alser Straße verlegt
Durch Kaiser Joseph II.
(1741-1790) erfolgte 1783 die Verlegung des Minoritenordens
vom Minoritenkloster neben der Hofburg in
das Kloster des per kaiserlichen Beschluss im Hl. Röm. Reich
aufgehobenen Ordens der Trinitarier (Weiss Spanier) an der Alser
Straße; deren Kirche wurde zur neuen Kirche des Minoritenordens
in Wien und blieb es bis heute.
Die ehemalige Minoritenkirche bei der Hofburg und ihr Kloster wurden
Eigentum des Staates.
Bei ihrem Auszug nahmen die Minoriten sämtliches Inventar mit, darunter
auch das „Wimpassinger“ Kreuz (Artikel)
und den im heutigen Kloster erhaltenen Antoniusaltar (Bild).
An der Alser Straße betreuten die Minoriten auch insbesondere die
Seelsorge der Patienten des von Joseph II. errichteten
Allgemeinen Krankenhauses.
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Grundrissdarstellung von Minoritenkirche und -Kloster
um 1710 nach dem Plan von Arnold Steinhausen
1: Langchor,
2: Kapitelsaal,
3: Katharinenkapelle,
4: Johanneskapelle,
5: Alter Kreuzgang,
6: Neuer Kreuzgang,
7: Neues Refektorium,
A: Klostereingang,
B: Kreuzgang-Garten,
C: große Sakristei (?),
D: kleine Sakristei (?),
E: Kreuzgang-Kapelle (?)
mit Altar,
F: Hof,
G: Turm. |
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