Der Korb der Kanzel ist heute wieder mit einem historischen Tuch geschmückt

Die Kanzel der Minoritenkirche

Die hölzerne grün gefasste Kanzel der Minoritenkirche geht auf die Zeit der Umbauten durch Architekt Hetzendorf von Hohenberg von 1784-1786 (Artikel) zurück und wurde so wie die anderen Einbauten Hetzendorfs in gotisierendem Stil geschaffen.

Sie ist am zweiten Pfeiler von Osten der nördlichen Pfeilerreihe montiert und durch einen den Pfeiler umwindenden Aufgang zu erreichen.

Der Korb der Kanzel ist mit einfachen Maßwerken und Stäben verziert und läuft nach unten spitz in eine Blume aus. Der Schalldeckel über dem Korb, der ursprünglich noch mit einer Auskragung versehen war (Bild), ist zinnenartig mit Fialen bekrönt und läuft mit Krabben gesäumt spitz nach oben hin zu, wo unter einem mit einer Fiale bekrönten Baldachin die Skulptur des hl. Paulus (Bild) mit Schwert und Buch steht.

Am selben Pfeiler an dem die Kanzel befestigt ist befindet sich seit 1966 das über einen Ziegelsockel aufgestelltes Mauerfragment mit dem Franziskus-Fresko (Artikel). Unmittelbar östlich des Pfeilers der Kanzel befand sich die Rappach-Gruft, aus deren Familie Magdalena Beck entstammte; ihr prachtvoler Epitaph (Artikel) ist in der Minoritenkirche zu sehen.