![]() Detail des Hochaltargemäldes der Minoritenkirche Engel tragen das Bild der Maria Schnee
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Das Hochaltar-Gemälde Maria Schnee Das Altarbild des Hochaltares (Artikel) der Minoritenkirche wurde vom Trientiner Maler Ignaz Unterberger (1742-1797) gemalt und von Fürst Carl Palm (1749-1814) finanziert.Es stellt als „Bild im Bild“ das Gnadenbild Maria Schnee (Detail) aus Santa Maria Maggiore in Rom dar, wie es von vier Engel in den Himmel emporgehoben wird, fünf verspielte Putti oberhalb des Gnadenbildes und zwei an dessen Seiten spannen indes hinter dem Gnadenbild ein zweifarbiges Ehrentuch auf, das auf seiner Vorderseite rot und seiner Hinterseite weiß ist. Die Szene findet unter dem Bogen einer perspektivisch vorgetäuschten rundbogenförmigen Wandöffnung statt, die den Blick auf den Himmel Roms freigibt. Unterhalb der Engel erkennt man die Eingangsfassade der Kirche Santa Maria Maggiore (Bild), in dessen Cappella Paolina das originale Gnadenbild der Maria Schnee (Bild) „Salus Populi Romani“ (Heil des Römischen Volkes) verehrt wird, sowie die auf der Piazza vor der Kirche befindliche große Mariensäule.
Santa Maria Maggiore
ist eine der vier Papstbasiliken Roms im Rang einer Basilica maior.
Gemäß der Gründungslegende Santa Maria Maggiores erschien die
Gottesmutter in der Nacht zum 5. August des Jahres 358
im Traum gleichzeitig einem älteren kinderlosen Ehepaar, das sein
beträchtliches Eigentum einem guten Zweck widmen wollte und Papst
Liberius. Maria gab ihnen die Anweisung, sie sollten auf jenem
Hügel, der in jener Nacht mit Schnee bedeckt werden würde, eine Kirche
bauen. Nachdem auf dem Esquilin-Hügel tatsächlich Schnee im
Sommer gefallen war, steckte der Papst den Grundriss für die Kirche
ab und die Bauarbeiten begannen (Bild). Auf diese Legende geht auch die
Bezeichnung Maria Schnee (S. Maria ad Nives) zurück.
Das originale Gnadenbild der Maria Schnee (Bild), Salus Populi Romani, dem Unterberger seine barocke Version am Hochaltar der Minoritenkirche nachempfunden hat, ist eine auf Zedernholz gemalte Ikone, der nachgesagt wird, sie sei eine der vom Evangelisten Lukas zu Lebzeiten der Gottesmutter gemalten Ikonen der Jungfrau Maria. Sie ist in einem goldgesäumten dunkelblauen Mantel über einer purpurroten Tunika gekleidet und trägt auf ihrem linken Arm den ebenfalls in kaiserlichen Purpur gekleideten Jesusknaben, der mit seiner Linken einen Buch-Kodex hält und mit seiner Rechten das Volk segnet. Die Hände der Gottesmutter liegen übereinander, was einer frühchristlichen Darstellungstradition entspricht, und halten eine Mappula, ein zeremonielles Tuch aus dem kaiserlichen Kontext, das die erhabene Stellung Mariens als Regina Coeli (Himmelskönigin) unterstreicht.
Die herausragende historische und religiöse Bedeutung dieses Bildes für
die Christenheit lässt sich anhand zweier Ereignisse erahnen: wenn man
bedenkt, daß Papst Gregor der Große 593 diese Ikone durch Rom
tragen ließ, um für das Ende der Pest zu bitten und 1571 Papst
Pius V. vor dieser Ikone für den Sieg in der Schlacht von Lepanto
gegen die Flotte des Osmanischen Reiches betete.
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