Kopf Königs Stephans I. mit apostolischem Kreuz auf der Brust


Wappen Ungarns mit apostolischem Kreuz
und gestreifter Flagge der Arpaden-Dynastie

Der hl. König Stephan I. von Ungarn

Der Heilige Stephan I. von Ungarn (ungarisch: Szent István) war der Sohn des ungarischen Fürsten Géza, wurde um 969 als Vajk geboren und nahm bei seiner Taufe den Namen des hl. Erzmärtyrers Stephanus an. Somit wurde er der erste katholische König Ungarns und Papst Silvester II. verlieh ihm den Titel "Apostolischer König".

In seiner Regierungszeit (1000-1038) spielte er eine entscheidende Rolle bei der Christianisierung Ungarns, indem er durch den Ausbau von Kirchen und Klöstern die Missionierung der heidnischen Magyaren förderte. Auch seine Heirat mit Gisela von Bayern (984-1065) stärkte die Bindung Ungarns an das christliche Europa.

Stephan I. starb am 15. August 1038, sein Leichnam wurde in der Stadt Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) beigesetzt und sein rechter Arm wird als Reliquie in der Stephansbasilika in Budapest verehrt. Am 20. August 1083 wurde Stephan zusammen mit seinem Sohn Emmerich heiliggesprochen und gilt, Aufgrund seiner Verdienste, als Nationalheiliger Ungarns. Sein Gedenktag, der 20. August, wird in Ungarn als Staatsfeiertag begangen.

Die früher als König Ottokar II. Přemysl von Böhmen missdeutete Statue des Königs Stephan in der Minoritenkirche ist mit Rüstung und Mantel gekleidet. Eine Krone, die der berühmten ungarischen Stephanskrone ähnelt sowie das apostolische Kreuz auf der Spange seines Mantels - dieses Kreuz ist auch im ungarischen Wappen abgebildet - weisen ihn als ungarischen König aus.

Die Verehrung König Stephans in der Minoritenkirche hat eine lange Tradition, die auch heute noch lebendig ist (Bericht/Bericht). Im Jahre 1790, nach dem Tod von Joseph II., feierte die Ungarische Nation, vertreten durch über siebzig Abgesandte, darunter Erzbischöfe, Bischöfe, Adlige, den hl. Stephan erstmals in der Wiener Minoritenkirche, der Italienischen Nationalkirche. Nach dem Hochamt, das der Bischof von Weißenburg in Siebenbürgen Ignaz von Batthyány zelebrierte, wurden die Abgesandten von Karl Hieronymus Pálffy von Erdőd in die Ungarische Hofkanzlei (Cancellaria Aulica Hungarica) in der Bankgasse nächst der Minoritenkirche geladen. 


Krone und Zepter zu Füßen König Stephans
die charakteristische Form der Stephanskrone mit Reif,
aufgesetzten Platten und Bügeln ist erkennbar,
das Kreuz an der Spitze der Krone fehlt.

Zeichnerische Darstellung der Stephanskrone

Detail: Hand König Stephans I.