
„Das Wunder des hl. Nikolaus“,
gemalt von Daniel Gran (1694-1757)
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Das Wunder des heiligen Nikolaus
Der heilige Bischof Nikolaus von Myra, im
kleinasiatischen Lykien, zwischen 270 und 286 in Patara geboren, nahm am
Konzil von Nizäa teil, wo er energisch gegen die Irrlehren des Arius
Stellung bezog. Er sticht in der Überlieferung neben seinem standhaft
katholischen Glauben auch für seine herausragende
Nächstenliebe gegenüber Notleidenden und Bedürftigen heraus, denen
er zu Lebzeiten wie auch nach seinem Tod zu Hilfe kam.
Die Szene des Gemäldes zeigt eine dieser
zahlreichen wundersamen Ereignisse: Einer Familie, der am
6. Dezember, dem Festtag des hl. Nikolaus, ein Sohn geboren worden war,
nachdem diese den Heiligen darum gebeten hatte, war ein schreckliches
Schicksal widerfahren – am siebten Geburtstag des Kindes wurde er
entführt und nach Babylonien gebracht, wo er als Sklave arbeiten musste.
Genau ein Jahr später geschah dann das Wunder, es wurde von einem
Wirbelwind erfasst und genau vor der Nikolauskirche abgesetzt, in der
die Eltern für die Rückkehr des Jungen beteten.
Daniel Gran |

Der hl. Nikolaus rettet den Jungen
aus der Gefangenschaft |

Großes Erstaunen bei den Kidnappern |
Das Gemälde zeigt den Moment in dem der Junge, der gerade noch
dabei war einen auf einen Tablett stehenden kostbaren Kelch
zu kredenzen, von dem in vollem bischöflichen Ornat
gekleideten, aus dem Himmel herbeigeschwebten hl. Nikolaus
emporgehoben und aus dem orientalischen Palast befreit wird. Der in mit
Turban und osmanisch-orientalischer Tracht
gekleidete Herrscher und seine Hofleute können nur mehr verdutzt und
ohnmächtig das Geschehen mitansehen.
Die Reliquien des hl. Nikolaus werden, nach
ihrer Überführung aus Myra, in der Kirche San Nicola in der
italienischen Stadt Bari verehrt.
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