![]() „Die Gründung des Stifts Klosterneuburg durch den hl. Leopold III.“, gemalt von Martino Altomonte (1657-1745) |
Der heilige Leopold gründet Klosterneuburg Das Gemälde stellt zentral Markgraf Leopold III. (1073-1136) v. Österreich mit Heiligenschein und Herzogshut (in Vorausschau auf das spätere Herzogtum Österreich) und Mantel dar, neben ihm steht, den Blick zum Himmel erhoben, seine Frau Agnes von Waiblingen (1072-1143). Von rechts oben öffnet sich der Himmel, Putti und das Licht Gottes verweisen auf den links im Hollerbaum aufliegenden Brautschleier seiner Gemahlin, der viele Jahre zuvor, im Jahr ihrer Vermählung 1106, durch einen plötzlichen Windstoß in den Wald hineingeweht worden war und hier völlig unversehrt die Witterung überstanden hat.Der zu diesem Zeitpunkt gerade auf der Jagd befindliche Markgraf – links von ihm hält ein Knecht dessen Jagdhunde – erkennt dieses wundersame Zeichen als himmlischen Auftrag an, an jener Stelle Kirche und Stift Klosterneuburg zu gründen. Der Bauplan ist schon bereit, ebenso auch Schaufel und Spitzhacke, die am Boden liegen. Mit einer Hand auf den Plan und der anderen auf die Stelle zeigend, erteilt Leopold III. den Auftrag am 12. Juli 1114. Der 1485 heiliggesprochene und unter Kaiser Leopold I. 1663 zum Landespatron Österreichs erhobene Markgraf Leopold III. hat durch seine zweite Ehe mit Agnes, Tochter des Römischen Kaisers Heinrich IV. (1084-1105), ein Salier, und Witwe Friedrichs I. von Hohenstaufen Herzog v. Schwaben, sein österreichisches Geschlecht der Babenberger in die höchsten Sphären der Macht des Heiligen Römischen Reiches gehoben. Als frommer Landesherr gründete er ebenfalls die Klöster Heiligenkreuz (1133) und Kleinmariazell (1136)
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