„Die Aufnahme von Placidus und Maurus durch den hl. Benedikt in den Orden“ gemalt von Daniel Gran (1694-1757)

Der heilige Benedikt mit Plncidus und Maurus

Das Gemälde ist in zwei Hälften geteilt, die obere zeigt die Himmlische Sphäre der geistlichen Welt, darin erblickt man die auf Wolken thronende allegorische Gestalt der Mutter Kirche, das Kreuz Christi in der einen Hand haltend, in der anderen den Kelch mit dem kostbaren Blut Jesu und seinen darüber schwebenden eucharistischen Leib. Sie ist von zahlreichen Putti umgeben, die auf den Wolken vergnügt tollen. Links von ihr schwebt ein Engel in die irdische materielle Welt herab, er ist ausgestattet mit Palmzweig und Lorbeerkranz, den Kennzeichen des Triumphs der heiligen Märtyrer.


Daniel Gran

Allegorie der Katholischen Kirche mit Kreuz und Eucharestie

Hl. Benedikt mit Ordensregel in der Hand
vor ihm knien Placidus und Maurus

In der unteren Bildhälfte ist rechts hervorgehoben der hl. Benedikt von Nursia (ca. 480-547), Gründer des Benediktiner-Ordens, des ersten großen kontemplativen Mönchsordens der westlichen Welt zu sehen. Um ihn herum stehen Kleriker. Er ist in seinem schwarzen Ordensgewand gekleidet sitzend zu sehen, wie er mit dem Finger auf ein Buch zeigt, auf dem die ersten Worte seiner Ordens-Regel zu lesen sind Ausculta o fili  praecepta magistri – Höre mein Sohn auf die Lehre des Meisters.

Vor ihm knien seine zukünftigen Novizen und Schüler Placidus und Maurus, die sich in Folge zu seinen Lieblingsschülern entwickelten. Hinter ihnen steht der adelige Vater, der den Abt Benedikt um Aufnahme der beiden Jünglinge in den Orden bittet.

Das Thema des Bildes steht mit der Provenienz des Gemäldes in Verbindung, das ursprünglich Teil der Ausstattung der Kirche der Benediktiner v. Montserrat in Wien war (Schwarzspanierkirche - Bild).